Mythos Produktentwicklung – Was steckt dahinter?

Rund 12 Mrd. EUR Entwicklungskosten in ca. zehn Jahren sind der Invest für den Airbus a380. Das Ziel war dabei ganz klar: einen Super-Airbus in Sachen Größe, Platzangebot sowie geringer Geräuschentwicklung zu schaffen. Obwohl 15 Jahre nach dem Erstflug die Fertigung eingestellt wird, brachte das Doppelstock-Projekt Airbus und die gesamte Branche entscheidend voran. Deutlich dynamischer geht es in der agilen Produktentwicklung zu, in der das fertige Produkt als eigentliches Ziel zu Beginn meist noch nicht klar definiert ist. Doch egal, ob traditionelles Großprojekt oder agiler Prozess, die Phasen der Produktentwicklung sind sehr ähnlich.

1.) Analyse bringt Klarheit

Zeit für einen durchdachten strategischen Ansatz ist immer sinnvoll investiert. Machbarkeits- und Potentialanalysen zeigen von Beginn an realistisch die Potentiale einer Idee auf. Die Weichen für das Projekt können direkt richtig gestellt werden. So werden Irrwege von Beginn an vermieden und im Umkehrschluss wichtiges Budget gespart.

2.) Immer wachsam sein

Wer den Endkunden für die geplante Innovation in den Mittelpunkt stellt ist immer gut beraten. Die Bedürfnisse des Nutzers stehen im Zentrum der Überlegungen und weiteren Ausarbeitungen. Die Zufriedenheit der zukünftigen Käufer entscheidet über Erfolg oder Misserfolg. Das A und O einer jeder Entwicklungsphase, die auch wirklich erfolgreich am Markt ankommen soll, liegt genau hier.

3.) Ideale Synthese

Die optimale Synthese für die weitere Produktentwicklung ergibt sich direkt aus den ersten beiden Schritten – der fundierten Analyse und dem ausgiebigen Beobachten. Wer es schafft, diese Erkenntnisse sinnvoll zusammenzuführen, hat eine gute Basis für ein ganzheitliches Verständnis der Aufgabe gelegt. Mit diesem profunden Wissen sollten alle Potentiale genutzt und auch bislang verborgene Fördermöglichkeiten kritisch ausgelotet werden.  

4.) Übliche Denkpfade verlassen

Nun ist grenzenloses Denken angesagt. Unter geschicktem Einsatz von Kreativitätsmethoden entstehen innovative Ideen und durch geschickte Mockups erste greifbare Modelle. Ganz wichtig: nicht zu früh verwerfen. Gerade bei Innovationen ist es wichtig, auch scheinbar absurden Ansätzen Raum zu geben. Bei der Produktentwicklung innovativer Konsumgüter hilft zudem die Expertise der Erstellung von virtuellen 3D-Modellen. So erlangt man eine objektive Vorstellung vom finalen Produkt, ohne in dieser Phase bereits einen vollwertigen Prototyp bauen zu müssen. Man erkennt bereits erste Einschränkungen und kann direkt einen sinnvollen Weg einschlagen, um auch hier Zeit und Budget zu sparen.

5.) Prototypen als Funktions- und Formgeber

Was mit Hilfe der 3D CAD-Software konstruiert und in ersten Aufbauten verbessert wurde, wird nun in Prototypen gewandelt und sukzessive detailliert. Die Kernziele bestehen darin Abhängigkeiten zu erkennen sowie Funktionen und Form kunden-, kosten- und ressourcenorientiert zu testen, bevor es in die Fertigung geht. Im weiteren Ergebnis können bereits Bauteile mechanisch ausgelegt und realitätsnahe Simulationen, wie FEM-Analysen, durchgeführt werden.

6.) Virtualität in der Produktentwicklung

Durch Virtualität wird die eigentliche Entwicklungsphase schlanker und effizienter. Darüber hinaus wird auch die Erfolgswahrscheinlichkeit der Idee direkt gesteigert. Effekte wie Materialversagen, Veränderungen und Bewegungslimitierungen können bereits virtuell und dabei ressourcenschonend geprüft und optimiert werden. Das gelingt auch schon vor der Erstellung einer ersten Null-/Kleinserie. Der Agilität des Ansatzes ist es zu verdanken, dass einzelne Baugruppen noch während der Entwicklungsphase des Gesamtprojekts bereits für die Serienfertigung vorbereitet werden können und auch die Lieferanten bereits eingebunden werden können.

7.) Realisierung der Innovation

Hier lautet der Haupt-Erfolgsfaktor: vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen innovierender Partei, Projektpartnern und Produzenten. Die Kompetenzen für technische Zeichnungen, Toleranzrechnungen usw. sollten für ein bestmögliches Ergebnis harmonisch zusammenspielen. Im besten Fall entscheidet man sich für die Arbeit mit Profis, die bereits viele Innovationen zur Marktreife und zum Marktdurchbruch begleitet haben. Das erspart sinnlose Überstunden, kostspielige Irrwege und bringt mehr Fokus für das Kerngeschäft.

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